Es begann alles mit Beeren:

Ein etwas seltsamer Bezug zu einer Ferienpension, aber für Dieter und Gisela Hennig, die dieses Haus erbaut haben, eine folgerichtige Entwicklung.

Dabei fing alles unter erschwerten Bedingungen an. Das Ehepaar Hennig, Kriegs- flüchtlinge aus dem Osten, musste auf Langeoog unter katastrophalen Bedingun- gen in einer Baracke am Hafen mit etwas Landwirtschaft seine Existenz sichern.

Aus Versuchen mit Sanddornbeeren, die vor der Baracke wild wuchsen, entwi- ckelte sich langsam eine Produktion von Sanddornsaft, der gewinnbringend an Süßmostereien verkauft wurde. 1957 konnte das Ehepaar Hennig aus der Baracke in den Neubau eines Hauses am Dorfrand umziehen.

Hierhin wurde auch die Produktion des Sanddornsaftes verlagert. Da der Fremdenverkehr ein aufstrebender Wirtschaftsfaktor zu werden versprach, wurden auch schon bald mehrere Zimmer an Gäste vermietet.

Experimente mit Sanddornsirup und Sanddorngelee verliefen so erfolgreich, dass die Produktionska- pazitäten bald wieder ausgeschöpft waren. Ein dritter Bauabschnitt 1977 löste das Platzproblem.

So präsentiert sich Haus Hennig, einst auf Sanddornbeeren aufgebaut, noch heute dem Gast.

1964 folgte der nächste Hausabschnitt, weil die Abfüllanlagen für den Sanddorn nicht mehr ausreichten. Wieder wurden neue Fremdenzimmer geschaffen, die insgesamt 65 Gästen Platz boten.

Erstmals wurden jetzt, dem Trend folgend, Ferienwohnungen statt der Fremdenzimmer eingerichtet, die dann nur noch ca. 40 Personen Unterkunft boten, obwohl das Haus 1/3 an Größe zugelegt hatte.

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